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Der Herstellungsprozess

Der Herstellungsprozess - von der Idee bis zum fertigen Teppich

<  Die Welt von TVR

Für die Herstellung unserer Teppiche kehren wir zu den Ursprüngen der Teppichknüpfkunst zurück. Dieses Handwerk soll mehr als 3000 Jahre alt sein. Die Teppiche unserer Kollektionen werden auf traditionelle Weise von Hand gefertigt und sind orientalisch geknüpft. Unser einzigartiges Konzept beinhaltet, kundenspezifische Wünsche mit zeitgenössischem Design zu kombinieren. Vielen Kunden ist nicht bewusst, dass jeder einzelne Schritt im Fertigungsprozess manuell erfolgt. Die Produktion ist in zehn unterschiedliche, handwerkliche Schritte aufgeteilt. Jeder Schritt beinhaltet ein eigenes Gewerk, das wir in einem Zehn-Sekunden-Film darstellen. Bewegen Sie Ihre Maus über das entsprechende Bild und erleben Sie Schritt für Schritt mit, wie unsere Teppiche – vom Design bis zum fertigen Produkt – hergestellt werden.


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1. Die Entstehung eines Designs

Ein einzigartiges Design zu kreieren, erfordert Zeit und volles Engagement – es soll zeitlos und klassisch sein und darf das Auge nicht langweilen. Der hohe Schwierigkeitsgrad des Designs bringt die Teppichknüpfer häufig an die Grenzen ihrer Handwerkskunst. Doch genau das will Thibault Van Renne: Immer wieder aufs Neue die Grenzen des bisher Machbaren überschreiten und Werke von unvergänglicher Schönheit erschaffen. Aiming for legendary.


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2. Das Kardieren der Wolle

Nachdem die Wolle sorgfältig ausgewählt wurde, wird sie von Hand kardiert. Das Kardieren ist ein Verfahren, bei dem die Wollfasern auseinandergezogen, gereinigt und wieder vermischt werden, um einen fortlaufenden Wollstrang mit schön verteilten, natürlichen Farbtönen zu erhalten. Die Wollflocken werden aufgebrochen und die einzelnen Fasern parallel zueinander ausgerichtet. Dies wird erreicht, indem man die Fasern zwischen rechteckige, mit Zähnen versehene Bretter klemmt und in unterschiedliche Richtungen bewegt. Auch bei dieser Tätigkeit ist das Feingefühl und die Beweglichkeit der menschlichen Hand mit nichts zu übertreffen.


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3. Das Handspinnen

Nach dem manuellen Kardieren wird unsere Wolle von Hand versponnen. Da die Wolle bereits manuell kardiert wurde, erleichtert sich der Vorgang des Handspinnens erheblich. Durch die natürliche Unregelmäßigkeit der handgesponnenen Garne ist jeder Teppich ein Unikat. Je nachdem, ob die Wolle lockerer oder fester versponnen wurde, nimmt sie auch mehr oder weniger Farbe auf. So ist das Garn nie einheitlich, aber gerade dadurch entsteht die Schönheit und Lebendigkeit der Teppiche, quasi nebenbei durch die Hand des Spinners. Eine weitere praktische Auswirkung des Handspinnens ist die Auswahl der Fasern. Nur die besten Fasern werden beim Handspinnen ausgewählt und zu Wollgarnen verarbeitet. Auch unsere Seidenfasern werden per Hand versponnen.


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4. Das Färben der Garne

Nach dem manuellen Kardieren und Verspinnen werden unsere Garne gefärbt. Die Garnstränge werden an einem Rad befestigt. Dieses Rad durchläuft einen großen Kessel mit einer kochenden Mischung aus Wasser, Farbe und Bindemittel. Da auch dies ein manuell gesteuerter Vorgang ist, absorbiert das Garn die Farbe ungleichmäßig. Das Ergebnis sind leichte Farbunterschiede.


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5. Das Handknoten

Das gefärbte Garn wird auf dem Knüpfstuhl verknotet. Mehrere Knüpfer arbeiten sechs Monate (je nach Design sogar bis zu acht Monate) Seite an Seite zusammen, um Knoten um Knoten das Garn zu einem kunstvollen Teppich zu verarbeiten. Sie folgen einem auf Millimeterpapier aufgezeichnetem Plan, auf dem jedes Quadrat einen Knoten darstellt. Es ist vergleichbar mit einem Computerbildschirm, wo jeder Pixel einen Knoten bildet als Teil der Gesamtkomposition des Designs.


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6. Das Waschen

Unsere Wäscher bespritzen den Teppich mit viel Wasser und milder Seife aus, die sie mit Paddeln auf der Oberfläche verteilen. Dadurch wird der Teppich weicher, was wiederum die Wirksamkeit der Seife verbessert, die einen wunderbaren Schimmer und Glanz auf die Teppichoberfläche zaubert.


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7. Das Trocknen

Nach dem Waschvorgang werden die Teppiche auf den Dächern der umliegenden Gebäude verteilt, um zu trocknen. Sie verbleiben noch zwei extra Tage im Sonnenlicht, da dies den feinen Glanz verstärkt.


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8. Das Scheren

Nachdem der Teppich getrocknet ist, wird er auf die gewünschte Höhe abgeschoren. Dies ist ein sehr anspruchsvoller Vorgang, da die Schermaschine von Hand geführt werden muss und darauf zu achten ist, dass der ausgeübte Druck immer gleichbleibend ist. Nur so kann gewährleistet werden, dass der Teppich durchgängig eine einheitliche Schnitthöhe aufweist. Wenn hierbei unachtsam gearbeitet wird, ist der Teppich nicht mehr zu verwenden.


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9. Das Spannen

Im nächsten Schritt wird der Teppich aufgezogen. Hierfür wird er mehrere Tage auf einen Metall- oder Holzrahmen gespannt, damit er absolut flach und gerade wird.


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10. Der Reliefschnitt

Der letzte Schritt ist der Relief- oder Konturenschnitt.
Bei diesem Verfahren wird der Hintergrund des Designs von Hand mit einer Schere herausgearbeitet. Durch die Hand unserer hochqualifizierten Mitarbeiter entsteht dabei ein einzigartiger 3D-Effekt mit grandiosen Details. Auf unseren Teppichen finden Sie die feinsten, von Hand gefertigten Reliefschnitzereien, die es aktuell gibt – eine neue Dimension im Teppich-Design. Beim Anblick des Endproduktes ist es kaum vorstellbar, dass diese meisterliche Detailarbeit tatsächlich von Hand gefertigt wurde. Doch auch hier gilt: We are aiming for legendary.